Marienmonat Mai

in Zeiten von Corona

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Der Mai ist seit Jahrhunderten der Monat, an dem wir ganz besonders der Gottesmutter Maria gedenken. Aus diesem Grund würden jetzt in vielen unserer Kirchen wieder Maiandachten stattfinden. Wegen der Corona-Epidemie wird das in diesem Jahr nicht möglich sein.

 

Als kleinen Ausgleich wollen wir Ihnen auf dieser Seite einige kurze Gebetsimpulse zu den Marienfiguren bzw. -bildern und eine Video-Andacht anbieten.

Videoandacht

In der Herz-Jesu-Kirche in Serm wurde eine kurze Maiandacht aufgenommen. Sie ist auf dem Youtube-Kanal der Herz-Jesu-Kirche oder auch hier abrufbar.

Persönliche Maiandandachten

Auch bei sich Zuhause oder alleine in der Kirche kann eine persönliche Maiandacht gebetet werden. Das Gotteslob bietet einige Vorschläge:

  • Nummer 676, Abschnitt 4: Marienandacht
  • Nummer 566: Lauretanische Litanei
  • Nummer 567: Marienlob-Litanei
  • Nummer 568: Grüssauer Marienrufe

 

Und, wer es noch hat, im alten Gotteslob:

  • Nummer 878: Anrufungen Maria

 

Zudem hat Pastor Brandt noch zwei Maiandachten zusammen gestellt:

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Persönliche Maiandacht Nr. 1
Maiandacht 1.pdf
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Persönliche Maiandacht Nr. 2
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Impulse zu den Marienbildern in unseren Kirchen

Impuls: Herz-Jesu, Serm

Madonna in der Sermer Herz-Jesu-Kirche

Die Sermer Madonna

 

Das Bild zeigt die aus Holz geschnitzte Figur der Gottesmutter Maria, die sich seit 1961 in der Sermer Herz-Jesu Kirche befindet.

 

Die „Sermer Madonna“ steht auf der Erdkugel, um die sich die Schlange mit dem Apfel im Maul windet. Die Schlange erinnert an den Sündenfall Adams und Evas, der die ursprüngliche reine Beziehung zwischen Gott und Mensch gestört und den Menschen von Gott entfernt hat. Das Tröstliche an dem Bild: Maria hält das Jesuskind auf dem Arm; den Heiland, der die Sünde tilgt; den Erlöser, der die Gottesferne überwindet. Durch Maria kommt uns der menschgewordene Gott entgegen. Maria ist Mittlerin und Fürsprecherin für uns. Sie hält uns Jesus hin, damit auch wir ihn tragen und uns von ihm tragen lassen.

 

In uns allen lebt die Sehnsucht nach dem Reinen und Ursprünglichen – nach Gottes Nähe. Diese Sehnsucht findet in Maria ihr Bild. Und diese Sehnsucht bringen wir zum Ausdruck, wenn wir auch in Tagen der Not mit österlicher Zuversicht singen:

 

„Bitt‘ Gott für uns, Maria!“

Impuls: St. Dionysius, Mündelheim

Vesperbild (Pietá) in St. Dionysius, Duisburg-Mündelheim
© Bernd Messing

Vesperbild (Pietá) in St. Dionysius, Mündelheim


In der Südapsis unserer Mündelheimer Kirche hängt auf einer Konsole von 1724, als Kartusche zwischen zwei Voluten gestaltet und 37 cm hoch, eine Pietá, deren rot-blau-goldene Fassung und elfenbeinfarbenes Inkarnat jüngeren Datums sind als der Holzkern.

 

Die Pietá stammt aus der 2. Hälfte des 15. Jahrhunderts und ist 70 cm hoch.
Die trauernde, auf einem Erdhügel sitzende Maria mit dem jedoch nur kindsgroßen Leichnam von Jesus Christus in diagonaler Verschränkung über ihre Knien liegend, gehört zu einem Typ von Vesperbildern ab der Mitte des 15. Jahrhunderts, von dem sich weiterentwickelte Darstellungen in Griethausen und der Xantener Stiftsbibliothek befinden.

 

Seit vielen hundert Jahren kommen die Menschen hierher, um Maria in ihren Nöten und Ängsten um Hilfe zu bitten. Kriege, Naturkatastrophen und Seuchen hat unsere Pietá überstanden. Auch die jetzige Pandemie wird sie und auch wir, mit ihrer Fürsprache, überstehen.

 

Beten wir also mit den Worten von Lothar Zenetti:

 

Seht die Mutter voller Schmerzen,
wie sie mit zeriss‘nem Herzen
blickt voll Weh auf ihren Sohn.


Seinen Leib, am Kreuz gehangen,
hält die Mutter nun umfangen,
diesen Leib, den sie gebar.

 

Wer kann diese Bild vergessen?
Wer kann hinseh‘n und ermessen
diesen Schmerz, dem keiner gleich?

 

Viele kommen, viele gehen,
ganze Gruppen bleiben stehen:
dieses Werk ist sehr berühmt.

 

Spätes vierzehntes Jahrhundert,
hört man sagen und bewundert
wird zumal der Faltenwurf.

 

Und die Mutter voller Schmerzen
seh‘ ich mit zeriss‘nem Herzen
weinen. Und ich schäme mich.

Impuls: St. Franziskus, Großenbaum

Madonna in St. Franziskus, Großenbaum
© Bernd Messing

Die Großenbaumer Madonna

 

Bei der Figur der Gottesmutter Maria, die sich in der St. Franziskuskirche in Großenbaum befindet, handelt es sich um eine künstlerisch hochwertige Holzplastik. Sie wurde anlässlich des deutschen Katholikentages 1956 in Köln für drei Monate an die Ausstellung „Zeitgemäße christliche Kunst im Kirchbau“ ausgeliehen.

 

Das Besondere an der Statue aber ist ihre Herkunft: Die Madonna ist im wahrsten Sinn des Wortes ein „Großenbaumer Gewächs“. Der Künstler Horst Belau hat die Marienfigur 1954 vor Ort aus einer Ulme geschnitzt, die auf dem heutigen Großenbaumer Kindergartengelände gestanden hatte.

 

Das Profil Mariens ist dezent angedeutet. Maria ist gleichsam der Baum des Lebens, der eine unvergängliche Frucht trägt: Jesus!
Das Jesuskind sitzt nicht fest auf dem Arm seiner Mutter; es schwebt frei.
Hinweis auf sein „Getragensein“ von Gottes Heilsplan?
Die aufrechte Haltung in Verbindung mit der Weltkugel in der Hand des Kindes mutet sanft und majestätisch zugleich an.
Hinweis auf sein universales Königtum der Liebe?

 

Auf Marias königliche Würde weist ihre Krone hin. Dabei ist ihr Gesichtsausdruck ist nicht erhaben, sondern ergeben. Maria ist Königin und Dienerin zugleich. Vor allem aber: Sie ist Mittlerin. Mit der rechten Hand weist sie Jesus auf den Betrachter hin; auf uns Menschen. Mit der linken Hand weist sie uns Menschen auf Jesus hin. Mütterliche Gesten einer königlichen Frau, auf die wir als Gotteskinder getrost antworten dürfen:

 

„Sei gegrüßt, des Himmels Krone,
bitt‘ für uns bei deinem Sohne.“

Impuls: St. Hubertus, Rahm

Madonna in der Kirche St. Hubertus, Duisburg-Rahm
© Bernd Messing

Die Rahmer Madonna

 

Mit dem Kauf der barocken Möbel in Karken im Jahr 1919 wurde auch die ca. 1,20 m große Muttergottesfigur erworben. Die Madonna stammt aus der Zeit um 1750 und ist wohl der wertvollste Ausstattungsgegenstand der Rahmer Kirche. Der Schöpfer der Figur ist nicht bekannt. Lange Zeit wurde sie dem Bildhauer Gabriel Grupello, aber auch dem Künstler Joseph Anton Feuchtmayer zugeschrieben. Doch es gibt wissenschaftlich begründete Zweifel an diesen Zuordnungen.

 

Das Außergewöhnliche an dem Kunstwerk: Die bei den meisten Marienfiguren typische behütende Mutter-Kind-Darstellung ist hier nicht gegeben. Der Faltenwurf des Madonnengewandes zeigt, dass die Madonna eine spontane Drehung macht, um das Kind dem Betrachter zu zeigen. Sie lädt buchstäblich zur Betrachtung ein. Wobei man als Betrachter den Eindruck hat, dass das Kind mit segnender rechter Hand schon jetzt der Mutter aus den Armen springen will. Aber Maria hält das Kind fest. Noch! Jesus wird seine eigenen Wege gehen. Wege, die Gottes Heilsplan entsprechen. Wege, die für sie als Mutter schmerzlich sein werden. Wege, die sie als „Gesegnete unter den Frauen“ mitgehen wird – bis nach Golgota.

 

Die „Rahmer Gottesmutter“ ist aus Eichenholz. Das passt. Maria ist aus gutem Holz geschnitzt. Sie ist stark. Und sie ist standfest. Sie steht unter dem Kreuz.
Sie steht zu ihrem (Ja-)Wort.
Sie steht zu ihrem Sohn.
Und sie steht zu uns.

 

Dank ihrem Sohn dürfen auch wir sie Mutter nennen. Wir dürfen sie um ihren mütterlichen Segen bitten und singen:

 

Segne Du, Maria;
segne mich, Dein Kind!

Impuls: St. Joseph, Wedau

Madonna in St. Joseph, Duisburg-Wedau
© Bernd Messing

Madonna in St. Joseph, Wedau

 

Die Marienstatue in der Wedauer Kirche St. Joseph zeigt eine in sich gekehrte Maria. Die Augen sind geschlossen, der Kopf ist gesenkt. Sie scheint über irgendetwas nachzudenken.

 

Nachdenklich sein, das ist sicher nicht eine der schlechtesten Eigenschaften, die ein Mensch haben kann. Worüber sinnt Maria hier nach? Hat es etwas mit dem Kind zu tun, welches sie auf ihren Armen hält? Mit dem, was in der letzten Zeit geschehen ist?

 

Oder schaut sie, in einer Art inneren Konzentration, auf das, was die Zukunft (wahrscheinlich) mit sich bringen wird? Was ihre Aufgabe dabei ist?

 

Achtsam nach innen zu schauen, dabei einen sorgfältigen Blick in die Vergangenheit richten und genau so die nächste Zeit in den Blick zu nehmen – das ist eine der Weisen spiritueller Betrachtung des Lebens. Maria macht sie uns hier vor. „Sie bewahrte alles in ihrem Herzen“, so beschreibt es das Lukasevangelium (Lk 2,51).

 

Eine Anregung Mariens hier auch für die persönliche spirituelle Praxis: den Blick nach innen zu richten und das, was geschehen ist, was aktuell geschieht und was in Zukunft geschehen wird im eigenen Herzen zu erwägen, zu gestalten und zu bewahren.
Und eine weitere Anregung zur persönlichen Betrachtung: Eine Gedankenblase zu erstellen mit den Gedanken, denen Maria jetzt aktuell wohl nachgeht . . .

Impuls: St. Judas Thaddäus, Buchholz

Herz-
© Bernd Messing

Herz-Mariä-Figur in St. Judas Thaddäus, Buchholz

 

Die Marienfigur an der Stirnwand im linken Seitenschiff der Kirche St. Judas Thaddäus zeigt Maria mit ihrem geöffneten Herzen.

 

„Herzlich sein“, „ein Herz für andere haben“, „ein großes Herz haben“ – solche und viele weitere Redewendungen sind wohlbekannt. Sie drücken all das aus, was mit der liebevollen Zuneigung zu anderen Menschen und dem Interesse an ihnen zu tun hat.

 

Wenn wir hier Maria in ihrer Herzlichkeit vor uns sehen, dann verbinden wir damit all das, was aus dem Glauben heraus an liebevollem Tun geschieht. Und wenn wir als Glaubende Maria als das Urbild der Kirche und als Vorbild im Glauben verehren, dann sagt uns ihr offenes Herz: Überall wo es herzlich zugeht, überall wo Glaubende ein Herz für andere zeigen, da ist Kirche gegenwärtig und lebendig.

 

Ein schöner spiritueller Gedanke, den uns diese Marienfigur nahelegt und der zum weiteren Nachdenken anregt: Wer ein Herz für die Menschen hat, der ist Gott ganz nah.

Impuls: St. Peter und Paul, Huckingen

Marienaltar in der Kirche St. Peter und Paul in Duisburg-Huckingen
© Bernd Messing

Marienaltar in St. Peter und Paul, Huckingen

 

Am linken Seitenaltar in der Kirche St. Peter und Paul befindet sich der Marienaltar. Er zeigt im geschlossenen Zustand die Empfängnis durch den Hl. Geist, jetzt im Monat Mai ist er aufgeklappt und geschmückt. Dargestellt ist Maria im Sonnenglanz, an ihrer Seite sind links Joachim und rechts Anna zu sehen, ihre Eltern.

 

Jeder Mensch hat, wie wir auch, Vater und Mutter. Und selbst wenn eine Ehe zerbricht, Eltern auseinander gehen, man von „Alleinerziehern“ spricht, für jeden gilt: Man hat seine Eltern, und sie spielen eine wichtige Rolle für die eigene Entwicklung.


Dies gilt auch für Maria, die Mutter Jesu. Auch wenn ihre Eltern in der Heiligen Schrift nirgendwo genannt werden – sie ist Kind ihrer Eltern.

 

Nicht nur durch Vererbung werden sie Maria vieles mit auf ihren Lebensweg gegeben haben. Sicher haben sie durch ihr ganzes Wesen und durch ihre Erziehung wesentlich dazu beigetragen, dass Maria von Gott auserwählt wurde, die Mutter des Erlösers zu werden. Dass sie eine solche Persönlichkeit werden konnte, sich dem Willen Gottes vorbehaltlos anzuvertrauen. Sicher auch ein Verdienst ihres „guten Elternhauses“.

 

Damit lädt dieser Marienaltar ein, über das Elternsein nachzudenken. Darüber, was ich in meinem Glauben meinen Eltern zu verdanken habe. Und darüber, was ich selber als glaubender Mensch den nachkommenden Generationen bedeute und mitgeben kann.

Impuls: St. Raphael, Bissingheim

Madonna in der Kirche St. Raphael, Duisburg-Bissingheim
© Bernd Messing

Madonna in St. Raphael, Bissingheim

 

Stünde diese Figur irgendwo draußen ohne eine Kennzeichnung, so würde sie vielleicht gar nicht so richtig beachtet werden. Wir sehen hier eine „klassische“ Madonna mit Kind, wobei Maria ziemlich „normal“ aussieht.
Vielleicht ist es Absicht gewesen, vielleicht auch einfach nur der zeitlichen Mode geschuldet. Ich denke aber, darin steckt trotzdem eine wichtige spirituelle Aussage.

 

Maria – eine normale Frau. Bei aller Wichtigkeit des Sprechens über sie in ihrer Auserwähltheit von Gott kann diese Blickweise Maria uns sehr nahe bringen. Gott sucht keine „Superfrauen“ (und auch keine „Supermänner“). Er sucht Menschen aus dem Volke, Menschen, denen die alltäglichen Dimensionen des Lebens nicht fremd sind. Maria ist so eine!
„Du Frau aus dem Volke“, so heißt es in einer Strophe des bekannten Liedes Maria dich lieben (Gotteslob Nr. 521). Und weiter: „Kennst Arbeit und Sorge ums tägliche Brot“. Damit rückt Maria an unsere Seite, sie ist eine von uns. So enthielt dann auch das alte Gotteslob in seiner Marienandacht einen eigenen Abschnitt „Schwester der Menschen“, dessen Litanei sich auch heute noch zum Beten und Meditieren empfiehlt.

 

Maria in ihrer Normalität als glaubender Mensch, diese Dimension der Person Mariens bringt uns die Bissingheimer Madonna in der Kirche St. Raphael nahe.

Impuls: St. Stephanus, Ungelsheim

Madonna in St. Stephanus, Duisburg-Ungelsheim
© Bernd Messing

Die Ungelsheimer Madonna

 

Bezeichnend für die „Ungelsheimer Madonna“ ist ihre Schlichtheit; kein Heiligenschein, keine Krone, kein Zepter, kein Strahlenkranz… Man sieht schlicht die Mutter mit dem Kind.
Das Standbild ist so ganz anders als das Bild von der besungenen „wunderschön prächtigen, hohen und mächtigen Frau.“

 

Stelle ich mir so die Mutter Gottes vor?

 

Die Einfachheit der Statue inspiriert zum Nachdenken. Sie lässt Fragen in mir hochkommen, die sich mit Blick auf die Gottesmutter generell stellen:

 

Wie stelle ich mir Maria vor?
Hat sie mir was zu sagen?
Kann ich annähernd ermessen, was sie erlebt, erlitten und geleistet hat?

 

Fragen, die sich die Autorin Christa Peikert-Flaspöhler offensichtlich auch gestellt hat. Sie schreibt:

 

„Ich stelle mir vor, Maria,
dass du jung warst, lebendig und voller Fragen.
Dass beim Wasserholen dein schwarzes Haar im Winde wehte,
dass du mit den anderen Mädchen am Brunnen lachtest,
deine Träume und Wünsche erzähltest,
und dass deine dunklen Augen
heimlich den Jungen des Dorfes folgten.

 

Du wurdest mit Josef verlobt.
Ob du glücklich warst, wissen wir nicht,
doch du maltest dir sicher dein Leben aus wie bei den andern:
die Hochzeit,
das Einssein mit Josef,
Kinder, Arbeit, Nachbarn, Feste –
alles im Glauben an Jahwe geregelt.
Doch Er klopfte plötzlich an.
Du ließest ihn ein und alles hat sich geändert.

 

Ich stelle mir vor, Maria,
dass dir oft elend war nach dem „Ja“,
dass du es am liebsten zurückgeholt hättest,
auch später, als keiner mehr über eure „Vorteile“ klatschte;
auch dann, als Jesus erwachsen wurde.
Dass du durchgehalten hast, Maria,
ich staune!

 

Wenn ich dich so vor mir sehe, Maria,
als Mensch, der sein „Ja“ immer mühsam erneuern muss,
hast du mir viel zu sagen.
Ich grüße dich, Maria, Mädchen aus Nazareth,
und Deinen Sohn, Jesus.
Ich grüße dich, Mutter Gottes!“

Impuls: St. Suitbert, Wanheim

Madonna in der Suitbertus-Kirche, Duisburg-Wanheim
© Bernd Messing

 Madonna in St. Suitbert, Wanheim

 

„Kinder sind geborene Terroristen.“ Auf diese überspitzte und etwas flapsige Aussage erfolgt aber nicht selten ein Kopfnicken. Anscheinend spiegelt sie die Erfahrung nicht weniger Eltern im alltäglichen Leben mit ihren Kindern wieder.

 

Die Madonna in der Wanheimer Kirche St. Suitbert erzählt etwas völlig anderes!

 

Diese Maria schaut uns an, sie hält ihren Sohn so in ihren Armen, als wolle sie ihn uns zeigen. Er sitzt – obgleich ein Kind – wie auf einem Thron, hat eine Krone auf dem Kopf und die Weltkugel in seiner Hand. Dieses Kind ist ein König.

 

„Gebt den Kindern das Kommando“, so singt Herbert Grönemeyer. Und weiter: „Gebt den Kindern das Kommando.“ Längst geschehen! Maria weiß das. Dieses Kind, das sie auf ihren Armen trägt, ist der König der Welt, der Erlöser.

 

Und sie zeigt ihn uns. Gleich als wolle sie schon jetzt das vorwegnehmen, was sie später einmal von ihm sagen wird: „Schaut her! Was er euch sagt, das tut!“

Zusammenfassung aller Impulse

Die Impulse zu den Marienbildnissen unserer Kirchen gibt es auch als Zusammenfassung zum herunterladen:

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Marienmonat Mai - Impulse zu den Marienbildnissen unserer Kirchen
Marienmonat Mai 2020 Final.pdf
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